Geschichtliches zur Volksbühne Bremen e.V. - kurz gefasst

Vorab: Die Volksbühne Bremen ist keine Laienspielgruppe, sondern eine Theaterbesucherorganisation – Bremens größte Theaterbesucherorganisation!

Sie hat ihre Wurzeln in der deutschen Arbeiterbewegung, die sich ihres kulturellen Auftrages bewusst war. Auf Anregung von Friedrich Ebert, der vor dem 1. Weltkrieg SPD-Abgeordneter der Bremischen Bürgerschaft und Sekretär des Bremer „Gewerkschaftskartells“ war, entstand der „Rat für Arbeiterbildung“. Dieser ermöglichte - unter anderem - bereits damals den Theaterbesuch zu den gleichen Bedingungen wie die Volksbühne Bremen heute. Während der Weimarer Republik bestand der Rat für Arbeiterbildung weiter und in vielen Großstädten – so auch in Bremerhaven – bildeten sich Volksbühnenvereine. 

Während der Diktatur des III. Reiches wurden die Volksbühnen gleichgeschaltet, aber bereits 1946/47 gab es in Bremen Pläne, eine große einheitliche Theaterorganisation zu gründen. Vertreter der politischen Parteien, der Gewerkschaften und des Lehrervereins (GEW) beteiligten sich daran, aber die Bemühungen scheiterten.

Am 18. Mai 1948 wurde die Volksbühne Bremen gegründet, die seit diesem Tag ein fester Bestandteil der Bremer Kulturlandschaft ist. Bereits 1956 hatte die Volksbühne Bremen e.V. 12.000 Mitglieder und trotz gesunkener Mitgliedszahlen ist sie auch heute noch Bremens größte  Theaterbesucherorganisation. Nach wie vor trägt sich die Volksbühne Bremen e.V. ausschließlich durch die Beiträge ihrer Mitglieder und bewahrt sich so ihre Selbstständigkeit und Unabhängigkeit. 

Das Angebot der Volksbühne Bremen hat sich im Laufe ihrer Geschichte verändert, aber das Ziel ist geblieben: Sie will als Gesprächspartner für die Kulturschaffenden unserer Stadt zur Verfügung stehen und Kunst und Kultur für alle zugänglich machen. Als größter Partner des „Theater Bremen“ und der meisten anderen Theater in Bremen reagiert die Volksbühne immer wieder auf Entwicklungen innerhalb der Bremer Theaterlandschaft und hat sich im Laufe der Geschichte häufig für diese eingesetzt, ohne dabei auf politische Interessen Rücksicht nehmen zu müssen. Genauso eindringlich vertritt die Volksbühne Bremen die Belange ihrer Mitglieder gegenüber den Kulturschaffenden und deren Institutionen dieser Stadt, was sie immer wieder zu einem unbequemen aber dennoch fairen und geschätzten Partner macht. 

Die Vereinsaktivitäten beschränken sich nicht nur auf einen regelmäßigen oder spontanen Theaterbesuch zu kostengünstigen Preisen. Die Volksbühne Bremen bietet ihren Mitgliedern auch Theater- und Kulturfahrten und viele weitere kulturelle Angebote. Seit 1984 verleiht die Volksbühne Bremen außerdem den Zuschauerpreis „Der Silberne Roland“. Die Preisträger werden per Stimmzettel von den Mitgliedern aus dem Musik- und Schauspielbereich gewählt.

 

Die zahlreichen Partner, Mitglieder und Freunde der Volksbühne Bremen e.V. schätzen ihre Bedeutung, Kompetenz, Beständigkeit und Zuverlässigkeit!